• hilgersivana

Kriterien, mit denen das Lernen gelingt

Oder: Im Schlaf lernen (statt beim Lernen zu schlafen)


Als Recruiter*in weißt man um die Bedeutung von Kompetenzen und Klarheit darüber, welche besonders wichtig sind für die Weiterentwicklung der eigenen Organisation. Denn diese sind Dreh- und Angelpunkt des eigentlichen Recruiting-Jobs.


Und als Recruiter*in weißt du sicherlich auch schon, dass Neugierde und Lernbereitschaft zu sogenannten Metakompetenzen zählen. Denn in einer sich dynamisch weiterentwickelnden Umgebung (Prozesse, Technologien, Gesellschaften, Kulturen...) sind die Menschen mehr denn je gefordert, sich kontinuierlich mit dem aktuellen Wissen zu versorgen. Die Mittel und Wege dies zu tun, haben ebenfalls an Vielfalt gewonnen, es gibt viele Wege und Möglichkeiten zu lernen und deshalb ist es so wichtig, verschiedene Dinge auszuprobieren.

"Je mehr ich weiß, desto mehr weiß ich, dass ich nichts weiß."

(Albert Einstein)

Die Frage ist, welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit uns das Lernen gelingt?

Und hier geht es auch schon los:

1.) Motivation aufbauen – Seit meine Tochter in der Schule ist, verstehe ich diese Frage besser als je zuvor. Die Motivation, etwas zu lernen (oder auch nicht), geht immer über die Frage der Relevanz. Je relevanter ein Thema für mich ist, im beruflichen oder privaten Kontext, desto größer ist meine Motivation, etwas Neues zu erlernen. Wenn Japanisch bis zum nächsten Auslandssemester sitzen soll, fällt uns etwas leichter, als einfach so mal Japanisch zu lernen.

2.) Ziele setzen – Das Erfolgserlebnis beflügelt! Stelle dir das Erfolgserlebnis vor, wie es sein wird, nachdem Du Dein Ziel erreicht hast. Sollte es sich dabei um langfristige Ziele handeln, brichst Du diese auf einer Zeitskala von lang- über mittel- bis zu kurzfristig herunter und entwickelst Dich von Etappe zu Etappe.

3.) Neugierig sein – was ist Dein richtiger Weg, Neugierde entstehen zu lassen? Visuellen Menschen helfen Bilder. Bei kommunikativen Menschen entsteht die Neugierde eher über gute Gespräche.

4.) Anknüpfungspunkte finden – wir lernen am besten, wenn es auf bestehendem Wissen aufbaut. Wie sieht Dein Kompetenzcheck aus: Was hat Dich in Deiner bisherigen Rolle ausgezeichnet? Was davon hilft Dir weiter? Was davon kannst Du ablegen? Was musst Du Dir aneignen?

5.) Praxis statt Theorie – unser Wissen ankern wir durch die unmittelbare Nutzung bzw. Anwendung des Erlernten. Also nur nicht zögerlich sein, sondern direkt anwenden, denn die Gefahr des Vergessens ist groß.


6.) Ausreichend Schlaf – der Schlaf sorgt dafür, dass in unserem Gedächtnis neues Wissen ins Langzeitgedächtnis wandert. Zusätzlich hilft der ausreichende Schlaf für eine bessere Fokussierung und Konzentrationsfähigkeit.

Und jetzt bleibt noch die Frage, was möchtest Du aus diesem LernSnack auf keinen Fall vergessen?


Viel Freude am Lernen!


Ivana Hilgers


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