• hilgersivana

Was ich wirklich, wirklich will? - Drei Methoden, den nächsten Schritt zu finden



Spätestens seit Corona sind die meisten Keller ausgeräumt, und wir haben uns von den Dingen getrennt, von den wir glauben, dass wir sie nicht mehr brauchen. Viele Organisationen stehen aktuell an einem Punkt und suchen nach einer Re-Strategie für die aktuelle Zeit und insbesondere für die Zeit nach Corona. Was soll passieren, um in Zukunft weiterhin erfolgreich zu sein, lautet die Grundfrage.


Solche oder ähnliche Fragen stellen sich viele Menschen in Bezug auf die berufliche Perspektive: Ist das der Arbeitgeber mit Zukunftsperspektive, sind das die Aufgaben, die mir Spaß machen, was habe ich während des Corona-Lockdowns in Bezug auf meine Arbeit vermisst, auf welche Dinge konnte ich gut verzichten und war froh, dies nicht jeden Tag machen zu müssen (z.B. Stau auf dem Weg zur Arbeit), was bereitet mir Freude unabhängig von Ort und Zeit usw....


Für den Begründer der New-Work-Bewegung Frithjof Bergmann (aus den 1970ern!) ist die Frage nach dem „was ich wirklich, wirklich will“ die zentrale Frage, die wir uns alle stellen müssen, wenn es uns mit New Work ernst ist. Doch so einfach diese Frage auch klingen mag, darauf eine Antwort zu finden ist ein Prozess und lässt sich nicht spontan erledigen. Für den Fall, dass du dich in einer ähnlichen Situation befindest und dir Gedanken um deine berufliche wie private Zukunft machst, möchten wir dir heute unsere TOP-3 Methoden vorstellen, die dich deinem „was ich wirklich, wirklich will“ näher bringen.

1. Journaling – eine in der Anwendung sehr einfache Methode, die in unterschiedlichem Kontext eingesetzt wird. Die einzige Voraussetzung ist die regelmäßige Durchführung. Auf täglicher Basis werden wiederkehrend die gleichen Fragen beantwortet. Wenn du auf der Suche nach einer Antwort bist: „was ich wirklich, wirklich will?“ empfehle ich dir folgende Fragen täglich, in der Regel morgens und abends zu beantworten und aufzuschreiben. Die Reflexion alleine reicht nicht aus, weil wir uns über einen längeren Zeitraum alle Details nicht merken können.

- Wofür bin ich heue dankbar? (morgens oder abends)

- Welche 3 guten Dinge sind heute passiert? (abends)

- Was wird mein Tag heute bringen? (morgens)

- Was habe ich heute gelernt? (abends)

- Mein Held des Tages? (abends)

Eine Auswertung würde ich frühestens nach 8 Wochen empfehlen, ob Tendenzen erkennbar sind, anderenfalls den Zeitraum verlängern.

2. Why? – Simon Sinek, ein Marketingexperte aus den USA, stellt die Frage nach dem persönlichen WARUM in den Mittelpunkt der Kommunikation und des Handelns, insbesondere für Führungskräfte, und zeigt anhand vieler erfolgreichen Marken die Wirkung seiner Golden-Circle-Methode, wie er sie nennt.


Ergänzend zu dem von ihm verfassten Buch „Frag immer erst: Warum“ gibt es dazu ein Handbuch namens „Finde Dein Warum“ als Anleitung seiner Methode. Die Beantwortung der persönlichen Warum-Frage ist nicht trivial und erfordert Zeit, Konzentration und vor allem einen gute*n Gesprächspartner*in. Wir nutzen diese Methode im Kontext der Markenentwicklung, und wenn Du dazu mehr wissen möchtest, schick mir gerne eine Nachricht (ivana@recrunauten.de), ich beantworte gerne Deine Fragen und teile meine persönlichen Erfahrungen mit Dir.


3. Big Five for Life – oh ja, hier wird der „Scope“ deutlich größer. Im gleichnamigen Buch erklärt John Strelecky am Beispiel der Geschichte seines Protagonisten Thomas, wie man zu seinen BFFL findet und sie verfolgt. Hier auf der Seite kannst Du direkt stöbern und ausprobieren, auch ohne das Buch gelesen zu haben:

https://www.thebigfiveforlife.com/70/jetzt-gratis-starten


Das Buch hat mein Herz berührt, und ich möchte deshalb in einem der nächsten LernSnacks mehr dazu schreiben.

In diesem Sinne: die Fortsetzung folgt, und ich freue mich schon!

Ivana

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